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  5. Interprofessionelle Qualitätszirkel in der Pränataldiagnostik

Interprofessionelle Qualitätszirkel in der Pränataldiagnostik

Interprofessionelle Qualitätszirkel in der Pränataldiagnostik

Projektsteckbrief

Inhaltsübersicht


 

Projektteam

Projektleitung Team Heidelberg
Priv.-Doz. Dr. Astrid Riehl-Emde, Prof. Dr. Manfred Cierpka
Institut für psychosomatische Kooperationsforschung und Familientherapie des Universitätsklinikums Heidelberg

Projektleitung Team Göttingen
Dr.disc.pol. Ottomar Bahrs
Abteilung medizinische Psychologie und medizinische Soziologie, Georg-August-Universität Göttingen

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
Dipl. Soz.-Päd. Anette Bruder, Universität Heidelberg
Dipl. Psych. Axel Dewald, Universität Heidelberg
Dipl. Psych. Rita Kuhn, Universität Heidelberg
M.A. Ulrike Schmidt, Universität Göttingen

 

Auftraggeberin

Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung
Ostmerheimer Straße 220
51109 Köln
Tel.: 0221 8992-0
Fax: 0221 8992-300
www.bzga.de

 

Forschungseinrichtungen

Institut für psychosomatische Kooperationsforschung und Familientherapie des Universitätsklinikums Heidelberg
Bergheimerstraße 54
69115 Heidelberg
Tel.: 06221 56-4701
Fax: 06221 56-4702
www.klinikum.uni-heidelberg.de

Abteilung medizinische Psychologie und medizinische Soziologie, Georg-August-Universität Göttingen
Waldweg 37
37073 Göttingen
Tel.: 0551 398176
Fax: 0551 3913558
www.medpsych.med.uni-goettingen.de

 

Projektzeitraum

Oktober 2002 – März 2007

 

Zielgruppe

Fachärztinnen und -ärzte für Frauenheilkunde und Geburtshilfe, Fachärztinnen und -ärzte für Humangenetik
Fachkräfte aus Schwangerschafts- bzw. Schwangerschaftskonfliktberatungsstellen bzw. aus universitären Beratungsstellen (z. B. humangenetische Beratungsstellen) mit einer dafür typischen Berufsausbildung (z. B. Dipl. Päd., Dipl. Soz.-Päd.) und/oder entsprechender Fortbildung (z. B. staatlich anerkannten Schwangerschaftskonfliktberatung)

 

Stichproben

Sechs Qualitätszirkel an verschiedenen Standorten

 

Methodische Vorgehensweise/Forschungsdesign

Mit dem Ziel, die Zusammenarbeit zwischen psychosozialen und medizinischen Versorgungssystemen zu fördern und damit die Versorgungs- und Strukturqualität zu verbessern, hat die BZgA das Modellprojekt „Interprofessionelle Qualitätszirkel in der Pränataldiagnostik“ initiiert, in dem das Instrument der Qualitätszirkelarbeit zur Kooperationsförderung eingesetzt wird.

In einer ersten Projektphase wurden modellhaft an drei Standorten in Baden-Württemberg Qualitätszirkel aufgebaut und über ein Jahr wissenschaftlich begleitet. Mit Hilfe eines Fragebogens wurden zu Beginn und am Ende der Qualitätszirkelarbeit u. a. verschiedene Haltungen und Einstellungen und die aktuelle Kooperationspraxis der Teilnehmer erfasst.

Die gesamte Qualitätszirkelarbeit wurde inhaltlich dokumentiert. Eine erste Auswertung der Daten ergab, dass – trotz eingangs bestehender Einstellungsunterschiede zwischen den Berufsgruppen – durch die Qualitätszirkelarbeit ein intensiver fachlicher Austausch und eine fachübergreifende Kooperationen angeregt werden konnte. An allen drei Standorten wurden konkrete Vorschläge zur Verbesserung der Beratung und zur fachübergreifenden Kooperation vor Ort erarbeitet.

Die Ergebnisse sprechen dafür, dass sich diese Maßnahme als effektiv hinsichtlich der Verbesserung des Beratungsangebots erweist. Derzeit werden daher die Ergebnisse an drei weiteren Standorten überprüft. Ziel dabei ist es, die Vorgehensweise zur Initiierung und Durchführung von Qualitätszirkeln zu optimieren. Um zu beurteilen, wie sich die Qualitätszirkel auf die Kooperation ausgewirkt haben, werden zwei Wege beschritten:
  • Teilnehmende Beobachtung und Audioaufzeichnungen der Qualitätszirkel als Grundlage für die inhaltliche Analyse der Sitzungen
  • Fragebogen zu Beginn und am Ende der über ein Jahr laufenden Qualitätszirkel zu verschiedene themenspezifische Einstellungen; Erfassung von Selbst- und Fremdwahrnehmung der beteiligten Berufsgruppen und von verschiedenen Merkmale des beruflichen Handelns bei Pränataldiagnostik, die direkt oder indirekt Aufschluss über Veränderungen im Kooperationsverhalten geben sollen