Wissenschaftliche Abschlusstagung
Weitere Projekte zum Thema
- frauen leben - Studie zu Lebensläufen und Familienplanung Wie gestalten und bewerten Frauen ihr Leben heute, und welche Rolle spielt Familienplanung in ihrem Lebenslauf? Diesen Fragen geht die vorliegende Untersuchung zu reproduktiven Lebensgeschichten von Frauen nach. Mehr als 1.400 Frauen zwischen 20 und 44 Jahren wurden zwischen 1998 und 1999 befragt.
- männer leben - Studie zu Lebensläufen und Familienplanung Berufstätigkeit und Kinderwunsch, Verhütung und Familienplanung, Vereinbarkeitsprobleme und Geburtenaufschub – alles Frauenthemen? Zumindest in der öffentlichen Diskussion und auch in der Forschung sieht es immer noch ganz danach aus. "männer leben" ist eine der bisher eher seltenen Studien, die die Rolle von Männern bei Fragen der Familienplanung und -gründung untersucht. 1.500 Männer zwischen 25 und 54 Jahren wurden befragt.
Familienplanung und Migration im Lebenslauf
frauen leben II - Zwischenergebnisse einer Städtestudie zu Frauen mit Migrationshintergrund
Frauen mit Migrationshintergrund machen in vielen Städten Deutschlands einen erheblichen Anteil der weiblichen Bevölkerung in der reproduktiven Phase aus. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) richtet ihr Augenmerk verstärkt auf die Lebenslagen dieser heterogenen Gruppe und gab daher die Studie "frauen leben – Familienplanung und Migration im Lebenslauf" in Auftrag. Ziel ist es, für ausgewählte Migrationsgruppen Wissen über den unterschiedlichen Bedarf an Informationen und Unterstützung bei Fragen der Familienplanung sowie über die sozialen und kulturellen Einflussfaktoren zu gewinnen.
Für die Studie "frauen leben - Familienplanung und Migration im Lebenslauf" wurden 601 Frauen mit einem türkischen oder mit einem ost-/südosteuropäischen Migrationshintergrund in Stuttgart und Oberhausen über ihre Migrationsgeschichte, ihren reproduktiven Lebenslauf und ihre aktuelle Lebenssituation befragt. Wie schon bei der Vorläuferstudie "frauen leben. Eine Studie zu Lebensläufen und Familienplanung" (1998–2001) liegt der Sudie ein umfassendes Verständnis von Familienplanung zugrunde.Zentraler Forschungsaspekt ist die Bedeutung der Migration der befragten Frauen (bzw. ihrer Eltern) für die eigene Familienplanung. Denn Fragen der Familienplanung stellen sich in unterschiedlicher Weise je nachdem, ob Frauen mit oder ohne Familie oder im Zusammenhang mit einer Heirat migriert sind oder ob sie der zweiten Generation angehören. Die Studie fokussiert damit nicht ausschließlich kulturelle Differenzen, sondern vor allem die Wechselwirkung zwischen Migration als biografischem Ereignis und Familienplanung als privater Lebensgestaltung.
Eckpunkte der Studie sind:
- Sozialräumlicher Ansatz: Die Erhebung wurde in Kooperation mit den beiden Kommunen Oberhausen und Stuttgart durchgeführt, die spezielle Daten für ihre besondere, eigene "Zuwanderungsgeschichte" als Basis der kommunalen Integrations- und Familienpolitik wünschten. Dieser kommunale Ansatz ist wichtig, weil bundesweit repräsentative Daten keine Gültigkeit für einzelne Kommunen besitzen.
- Fokussierung auf zwei Migrationsgruppen: Daten allgemein zu "Migrantinnen" sind zu undifferenziert, da die Gruppe in Bezug auf Herkunft, Kultur,Religion etc. sehr heterogen ist. In Absprache mit den Kooperationspartnern wurden die zwei Migrations bzw. Herkunftsgruppen für die Befragung ausgewählt, die in den Kommunen und ebenso in der Gesamtbevölkerung am stärksten verbreitet sind.
- Verzahnung der quantitativen Teilstudie mit einer qualitativen Teilstudie: Der zweite Erhebungsteil umfasst qualitative Einzelinterviews und Gruppendiskussionen mit den Zielgruppen.
- Altersfenster: Es wurden 20- bis 44-jährige Frauen befragt, weil in diesem Alter Familienplanung aktuell ist.
- Vergleichsgruppe: deutsche Frauen ohne Migrationshintergrund.