FORUM Sexualaufklärung und Familienplanung, 1-2012 Kinderwunsch
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FORUM Sexuaulaufklärung und Familienplanung

Kinderwunsch

Diese Ausgabe beschäftigt sich mit dem Thema Kinderwunsch. Die Beiträge befassen sich mit den Geburtenzahlen in Deutschland, dem Wunsch nach Kindern in Ost und West, ungewollter Kinderlosigkeit und mit den Angeboten der Reproduktionsmedizin.

Bundesfamilienministerin Kristina Schröder plädiert in ihrer Einführung dafür, das Thema ungewollte Kinderlosigkeit zu enttabuisieren. Mit einem familienpolitischen Gesamtkonzept setzt sie sich für mehr und bessere Unterstützung kinderloser Paare sowie für ein gesellschaftliches Klima ein, in dem Menschen wieder Mut und Lust auf Familie haben.

Kerstin Ruckdeschel und Jürgen Dorbritz vom Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung belegen mit repräsentativen Daten, dass das Kinderwunschniveau und mit ihm die Geburtenziffern der deutschen Bevölkerung seit Jahrzehnten im Sinken begriffen sind. Dabei gibt es bedeutsame strukturelle und kulturelle Unterschiede zwischen den alten und neuen Bundesländern.

Was geben uns Kinder? Die psychologischen Faktoren, die in einem wohlhabenden Land wie unserem zu einem Nachlassen des Kinderwunsches geführt haben, hat Rainer Dollase analysiert.

Bernhard Strauß, Anke Matthes und Josephine Fügener setzen sich mit sozialpolitischen und medizinischen Einflüssen auf Fertilitätsstörungen auseinander. Sie streifen Mythen und falsche Vorstellungen zur Fruchtbarkeit und gehen auf Möglichkeiten der Prävention von gestörter Fertilität ein.

Um Methoden, Erfolgsraten und Qualitätssicherung im Bereich der Reproduktionsmedizin geht es im Beitrag der Mediziner Klaus Bühler, Thilo Schill und Friedrich Gagsteiger.

Tewes Wischmann befasst sich mit den Grundlagen psychosozialer Kinderwunschberatung und formuliert Leitlinien für die Beratungspraxis.
Wie der unerfüllte Kinderwunsch von Frauen und Männern verarbeitet wird, ist Gegenstand der Forschungen von Kerstin Brusdeylins an der Frankfurter Goethe-Universität.

Der normative Druck für Frauen, die Angebote der pränatalen und reproduktiven Medizin zu nutzen, ist groß, so die Theologin und Pädagogin Margaretha Kurmann. Sie führt an, dass es für Frauen heute schwer ist, unter dieser Prämisse selbstbestimmt zu handeln und sie benennt die Schwierigkeiten einer ethisch motivierten Begrenzung des medizinisch Machbaren.

Birgit Mayer-Lewis schließlich stellt das bayerische »Sara-Projekt« vor, ein psychosoziales Angebot bei unerfülltem Kinderwunsch, das als Modellprojekt wissenschaftlich begleitet wurde.