Migrantinnen und Migranten als Zielgruppe in der Sexualaufklärung und Familienplanung

Migrantinnen und Migranten als Zielgruppe in der Sexualaufklärung und Familienplanung

Prävention und Gesundheitsförderung sind wichtige Bestandteile des Gesundheitswesens in Deutschland. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) ist einer der Hauptträger von Prävention und Gesundheitsförderung. Die BZgA will die Bereitschaft des Einzelnen fördern, sich verantwortungsbewusst und gesundheitsgerecht zu verhalten und das Gesundheitssystem sachgerecht zu nutzen. Sie unterstützt einen gleichberechtigten Zugang aller Bevölkerungsgruppen zu Informationen und Angeboten der Gesundheitsförderung. Mit den Bundesländern gemeinsam entwickelte die BZgA ein Rahmenkonzept zur Sexualaufklärung und Familienplanung. Ein Ausgangspunkt dieses Konzepts: Sexualität ist ein existenzielles Grundbedürfnis des Menschen, ein zentraler Bestandteil seiner Identität und Persönlichkeitsentwicklung. Dieser Präventionsansatz der BZgA zur Sexualaufklärung und Familienplanung wird auch für Menschen mit Migrationshintergrund umgesetzt.

Die Broschüre kann unter  Konzept - Migrantinnen und Migranten als Zielgruppe in der Sexualaufklärung und Familienplanung bestellt oder als PDF-Datei heruntergeladen werden.

 

 

Familienplanung und Migration

18 % der weiblichen Bevölkerung in Deutschland haben einen Migrationshintergrund. Mehr als zwei Fünftel dieser Frauen sind zwischen 20 und 44 Jahre alt und somit in einem Alter, in dem Familienplanung und Familienbildung aktuell sind. Da es über diese sehr heterogene Gruppe bisher nur wenig nach Herkunftsgruppen differenziertes Grundlagenwissen zu Familienbildung, Verhütung und Schwangerschaftsabbrüchen gibt, gab die BZgA die Studie "frauen leben - Familienplanung und Migration im Lebenslauf" in Auftrag.

Jugendsexualität und Migration

Der Schwerpunkt der Studie zur Jugendsexualität aus dem Jahr 2010 liegt im Vergleich der Jugendlichen deutscher Staatsangehörigkeit einerseits und der Jugendlichen mit Migrationshintergrund andererseits. Die Langzeittrends beziehen sich ausschließlich auf Jugendliche deutscher Staatsangehörigkeit, da nur zu diesen ein langjähriger Trend vorliegt.  

Sexualität und Migration

Jugendliche mit Migrationsgeschichte haben ein hohes Interesse an Informationen zu Liebe, Sexualität und Partnerschaft. Das zeigt die Repräsentativbefragung "Sexualität und Migration", die die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) zusammen mit dem Forschungsinstitut Sinus Sociovision durchgeführt hat.

Die Migranten-Milieus in Deutschland

Soziale Lage und Grundorientierung

Im Zeitraum von 2006 und 2008 hat Sinus Sociovision eine repräsentative Studie zu den Lebenswelten und Lebensstilen von Menschen mit Migrationshintergrund in Deutschland durchgeführt. Diese Studie zeigt ein facettenreiches Bild der Migrantenpopulation und relativiert viele hierzulande verbreitete Negativklischees.