Teenagerschwangerschaften

Im Rahmen ihres gesetzlichen Auftrags erstellt die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) seit vielen Jahren Konzepte zur Prävention von ungewollten Schwangerschaften. Als WHO-Kooperationspartnerin für sexuelle und reproduktive Gesundheit setzt die BZgA auch international den Fokus auf die Prävention von Teenagerschwangerschaften. Eine der zentralen Aufgaben der BZgA ist die Entwicklung von Aufklärungskonzepten und Informationsangeboten, die auf die Bedürfnisse der Jugendlichen zugeschnitten sind. Um diesem Anspruch gerecht zu werden, ist die BZgA auf wissenschaftliche Erkenntnisse über die Zielgruppe angewiesen und fördert in diesem Rahmen Expertisen und Forschungsprojekte. Die Forschungsergebnisse bilden die Grundlage für die Maßnahmenplanung der BZgA und die Optimierung bestehender Angebote.

Modellprojekt zur ärztlichen Aufklärung in Schulen - Ungeplant schwanger – wie geht es weiter?

Die Zahl der Teenagerschwangerschaften ist in den letzten Jahren kontinuierlich rückläufig und im internationalen Vergleich sehr niedrig. Für die einzelne Jugendliche führt eine Schwangerschaft jedoch meist zu schweren Konflikten. Um die jungen Menschen bei der Bewältigung ihrer Probleme zu unterstützen, fördert die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) die Aufnahme des Themas "Unerwartete Schwangerschaft" in die ärztlichen Präventionsveranstaltungen an Schulen.

Schwangerschaft und Schwangerschaftsabbruch

Im Rahmen der Studie "Schwangerschaft und Schwangerschaftsabbruch bei minderjährigen Frauen" wurden zwischen Juni 2005 und August 2007 minderjährige Schwangere zu ihrer Situation befragt. Untersucht wurden das Verhütungsverhalten und die Gründe für das Scheitern der Verhütung, die sozialen Lebensverhältnisse sowie die Ressourcen und Strategien der jungen Frauen zur Bewältigung des Schwangerschaftskonflikts. Durchgeführt wurde die Studie vom pro familia Bundesverband und dem Institut für Sexualforschung und Forensische Psychiatrie der Universität Hamburg.

Teenagerschwangerschaft in Berlin und Brandenburg

Im Jahr 2006 wurden im Auftrag der BZgA in Berlin und Brandenburg Expertinnen und Experten aus der Praxis zu ihren Erfahrungen in der Beratung und Betreuung mit minderjährigen Schwangeren befragt. Diese Studie basiert auf den Erkenntnissen der Pilotstudie in Sachsen, die in 2004 durchgeführt wurde.

Teenagerschwangerschaften

Sachsen

Wenn Minderjährige schwanger werden, benötigen sie vielfältige Unterstützung. Vor allem aber benötigen jugendliche Schwangere und Mütter eine bedarfgerechte Beratung sowie Betreuung, um soziale und wirtschaftliche Selbstständigkeit zu entwickeln. Das ist der Ausgangspunkt einer Befragung von Expertinnen und Experten in Sachsen.

Wenn Teenager Eltern werden

Aus Jugendstudien ist bekannt, dass sehr junge, sexuell aktive Mädchen meist Angst vor einer ungewollten Schwangerschaft haben. Trotzdem werden in der Bundesrepublik Deutschland immer wieder auch sehr junge Mädchen ungeplant und ungewollt - in Einzelfällen allerdings auch gewollt - schwanger. Das trifft besonders (aber nicht nur) auf sehr junge Frauen aus problembelasteten Lebenszusammenhängen und aus anderen (auch osteuropäischen) Kulturkreisen zu.