Studie
Partizipative Organisationsentwicklung im Bereich der sexuellen Selbstbestimmung. Die Materialien aus dem Forschungsprojekt ReWiKs.

Die Materialien aus dem Forschungsprojekt ReWiKs

In dem von der BZgA geförderten Forschungsprojekt "Reflexion, Wissen, Können – Qualifizierung von Mitarbeitenden und Bewohner/-innen zur Erweiterung der sexuellen Selbstbestimmung für erwachsene Menschen mit Behinderung in Wohneinrichtungen (ReWiKs)" wurden spezifische Materialien für die verschiedenen Zielgruppen erarbeitet, mit Praxisvertreterinnen und -vertretern diskutiert und in der Praxis erprobt. Die "ReWiKs-Materialien" können als Grundlage für eine partizipative Organisationsentwicklung im Bereich der sexuellen Selbstbestimmung genutzt werden. Barbara Ortland stellt Anlass, Konzeption und den aktuellen Stand des Forschungsprojekts vor. 

Ortland, B., BZgA, in: FORUM Sexualaufklärung und Familienplanung 1-2017, S. 22-25, Köln 2018


Das Modellprojekt ReWiKs

Aktuelle Forschungsergebnisse zu Teilhabechancen Erwachsener mit Behinderung im Bereich der sexuellen Selbstbestimmung

Zusammenfassung

Verschiedene Studien weisen auf vielfältige Barrieren bei der Verwirklichung sexueller Selbstbestimmung von Menschen mit Behinderung sowie auf ein hohes Maß an themenbezogener Unsicherheit bei den Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen in Wohneinrichtungen der Eingliederungshilfe hin. Zudem sind vor allem Frauen mit Behinderung und Menschen in Institutionen in besonderer Weise gefährdet, Opfer sexueller Gewalt zu werden. Das Forschungsprojekt „Reflexion, Wissen, Können – Qualifizierung von Mitarbeitenden und Bewohner/innen zur Erweiterung der sexuellen Selbstbestimmung für erwachsene Menschen mit Behinderung in Wohneinrichtungen (ReWiKs)“ entwickelt auf der Grundlage von in der Praxis evaluierten Leitlinien für sexuelle Selbstbestimmung Materialien, die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen zur Reflexion des institutionellen Umgangs mit der Thematik anregen und ihnen Fortbildungsmodule und Handlungsempfehlungen für die Praxis zur Verfügung stellen. Um die Bewohner und Bewohnerinnen dabei zu unterstützen, ihre sexuellen Rechte verwirklichen und entsprechende Prozesse in ihren Wohneinrichtungen initiieren zu können, werden Extrakte der Materialen in leichter Sprache erstellt. Alle Materialien werden vor ihrer Publikation in einem intensiven Theorie-Praxis-Dialog evaluiert.

Ortland, B., Jennessen, S., Römisch, K. et al., Spirnger Berlin Heidelberg, In: Bundesgesundheitsblatt (2016) 59: 1085. 2016