frauen leben

Lebensläufe und Familienplanung in Regionen

 

Unter dem Titeln "frauen leben" führt das Sozialwissenschaftliches Institut zu Geschlechterfragen I FIVE Freiburg (SoFFI F.) unter der Leitung von Prof. Dr. Cornelia Helfferich seit 1997 im Auftrag der BZgA Studien zu Lebensläufen und Familienplanung von Frauen und Männern in unterschiedlichen Regionen Deutschlands durch.

Diese Studien zeichnen sich aus durch:

  • einen Blick auf den gesamten Lebenslauf bei 20- bis 44-jährigen Frauen bzw. 25- bis 54-jährigen Männern,
  • die Verbindung eines standardisierten Fragebogens bei einer große Zufallsstichprobe mit offenen (qualitativ-  teilnarrativen) Interviews bei einer Teilgruppe („Methodenmix“),
  • ein übergreifendes Verständnis von Familienplanung, unabhängig davon, ob die Befragten Kinder oder eine/n Partner/in  haben oder nicht und in der Verknüpfung der privaten und der beruflichen Entwicklung,
  • die Berücksichtigung sozialer und regionaler Unterschiede.

Die aktuell laufende Studie "frauen leben 3 – Familienplanung im Lebenslauf" startete 2011 und wird voraussichtlich 2020 abgeschlossen. In dieser Studie werden in drei Phasen dann insgesamt ca. 13.500 Frauen in zwölf Bundesländern zu ihrer aktuellen Familienplanung und zu zurückliegenden Schwangerschaften befragt. Ein Schwerpunkt dieser Erhebung sind ungewollt eingetretene Schwangerschaften.

1997 startet unter dem Titel "frauen leben - eine Studie Lebensläufe und Familienpanung" die erste Befragung von Frauen in drei Regionen (Freiburg, Hamburg, Leipzig jeweils Stadt und Land).

2001 wurden Männer aus Gelsenkirchen, Freiburg/Freiburg Umland und Leipzig in der Studie „männer leben – Familienplanung im Lebenslauf“ zu denselben Themen wie die Frauen in den anderen Studien befragt.

2006 war das Thema Familienplanung und Migration im Lebenslauf von Frauen. Dafür wurden Migrantinnen aus der Türkei und aus Osteuropa in den Kommunen Berlin, Nürnberg, Oberhausen und Stuttgart zu ihrer Familienplanung befragt.

 

Länderberichte: frauen leben 3 - Familienplanung im Lebenslauf von Frauen. Schwerpunkt: ungewollte Schwangerschaften

Die Länderberichte beruhen auf einer Sonderauswertung der Studie „frauen leben 3 – Familienplanung im Lebenslauf von Frauen“. Das Sozialwissenschaftliches Institut zu Geschlechterfragen I FIVE Freiburg (SoFFI F.)untersuchte in dieser Studie die Lebensformen, den Kinderwunsch und das Verhütungsverhalten und wertete Angaben zu zurückliegenden ausgetragenen und abgebrochenen, gewollten und ungewollten Schwangerschaften bei 20- bis 44-jährigen Frauen aus. Von 2011 bis 2016 wurden im Auftrag der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung 20- bis 44-jährige Frauen in sieben Bundesländern befragt. Die Befragung wurde 2017/2018 auf weitere fünf Bundesländer ausgeweitet.

  • Erste Befragungsrunde in 2012: Baden-Württemberg, Berlin, Niedersachsen, Sachsen (zusammen 4.002 Frauen)
  • Zweite Befragungsrunde in 2016: Mecklenburg-Vorpommern, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz (zusammen 4.519 Frauen)
  • Dritte Befragungsrunde in 2017/18: Brandenburg, Bremen, Hamburg, Schleswig-Holstein und Thüringen (zusammen 6.000 Frauen).

Der Länderbericht "Familienplanung in Baden-Württemberg" beruht auf einer Sonderauswertung der Studie "frauen leben 3 – Familienplanung im Lebenslauf von Frauen". Das Sozialwissenschaftliche Frauen Forschungsinstitut Freiburg (SoFFI F.) untersuchte in dieser Studie die Lebensformen, den Kinderwunsch und das Verhütungsverhalten und erhob Angaben zu zurückliegenden ausgetragenen und abgebrochenen, gewollten und ungewollten Schwangerschaften bei 20 bis 44-jährigen Frauen. Die Studie wurde im Auftrag der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung außer in Baden-Württemberg in Berlin, in Niedersachsen und in Sachsen durchgeführt. Baden-Württemberg wurde kontrastierend zu den anderen Bundesländern ausgewählt wegen der vergleichsweise guten Indikatoren der sozioökonomischen Lage der Bevölkerung.

Der Länderbericht „Familienplanung in Berlin“ beruht auf einer Sonderauswertung der Studie „frauen leben 3 – Familienplanung im Lebenslauf von Frauen“. Das Sozialwissenschaftliche Frauen Forschungsinstitut Freiburg (SoFFI F.) untersuchte in dieser Studie die Lebensformen, den Kinderwunsch und das Verhütungsverhalten und wertete Angaben zu zurückliegenden ausgetragenen und abgebrochenen, gewollten und ungewollten Schwangerschaften bei 20- bis 44-jährigen Frauen aus. Die Studie wurde im Auftrag der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung außer in Berlin auch in Baden-Württemberg, in Niedersachsen und in Sachsen durchgeführt. Als Stadtstaat wurde Berlin kontrastierend zu den anderen Bundesländern ausgewählt.

Der Länderbericht „Familienplanung in Niedersachsen“ beruht auf einer Sonderauswertung der Studie „frauen leben 3 – Familienplanung im Lebenslauf von Frauen“. Das Sozialwissenschaftliche Frauen Forschungsinstitut Freiburg (SoFFI F.) untersuchte in dieser Studie die Lebensformen, den Kinderwunsch und das Verhütungsverhalten und erhob Angaben zu zurückliegenden ausgetragenen und abgebrochenen, gewollten und ungewollten Schwangerschaften bei 20- bis 44-jährigen Frauen. Die Studie wurde im Auftrag der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung außer in Niedersachsen in Sachsen, in Berlin und in Baden-Württemberg durchgeführt. Niedersachsen wurde kontrastierend zu den anderen Bundesländern als nördlicher Flächenstaat im Westen ausgewählt.

Der Länderbericht „Familienplanung in Sachsen“ beruht auf einer Sonderauswertung der Studie „frauen leben 3 – Familienplanung im Lebens- lauf von Frauen“. Das Sozialwissenschaftliche Frauen Forschungsinstitut Freiburg (SoFFI F.) untersuchte in dieser Studie die Lebensformen, den Kinderwunsch und das Verhütungsverhalten und erhob Angaben zu zurückliegenden ausgetragenen und abgebrochenen, gewollten und ungewollten Schwangerschaften bei 20- bis 44-jährigen Frauen. Die Studie wurde im Auftrag der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung außer in Sachsen in Berlin, in Niedersachsen und in Baden-Württemberg durchgeführt. 

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Familienplanung und Migration

2006 gab die BZgA die Studie „frauen leben – Familienplanung und Migration im Lebenslauf“ in Auftrag. Ziel war es, für ausgewählte Migrationsgruppen Wissen über den unterschiedlichen Bedarf an Informationen und Unterstützung bei Fragen der Familienplanung sowie über die sozialen und kulturellen Einflussfaktoren zu gewinnen.

Ein wichtiger Eckpunkt der Studie war der sozialräumliche Ansatz. Die Erhebung wurde in Kooperation mit den Kommunen Berlin, Oberhausen, Nürnberg und Stuttgart durchgeführt, die spezielle Daten für ihre besondere, eigene „Zuwanderungsgeschichte“ als Basis der kommunalen Integrations- und Familienpolitik wünschten. Dieser kommunale Ansatz ist wichtig, weil bundesweit repräsentative Daten keine Gültigkeit für einzelne Kommunen besitzen.