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Fachtagung und Vorstellung neuer Informationsangebote

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Fachtagung

Sexualität selbstbestimmt leben in Wohneinrichtungen

Auf der Abschlussveranstaltung des seit 2014 geförderten Forschungsprojektes ReWiKs "Reflexion, Wissen, Können – Qualifizierung von Mitarbeitenden und Bewohnerinnen und Bewohnern zur Erweiterung der sexuellen Selbstbestimmung für erwachsene Menschen mit Behinderung in Wohneinrichtungen". Das Projekt hat Informationsmaterial zur Erweiterung der sexuellen Selbstbestimmung von Menschen mit Beeinträchtigungen neu entwickelt. Dieses wird auf der Fachtagung erstmals einer breiten Öffentlichkeit vorgestellt und in Workshops diskutiert.

Das Modellprojekt ReWiKs

Sexualität selbstbestimmt leben in Wohneinrichtungen

Die BZgA fördert seit über zehn Jahren Forschungsprojekte, die sich an Menschen mit Beeinträchtigungen richten. Eines dieser Projekte ist ReWiKs "Reflexion, Wissen, Können – Qualifizierung von Mitarbeitenden und Bewohnerinnen und Bewohnern zur Erweiterung der sexuellen Selbstbestimmung für erwachsene Menschen mit Behinderung in Wohneinrichtungen". In den vergangenen vier Jahren hat das Forschungsteam von ReWiKs ein vielfältiges Materialpaket zur sexuellen Selbstbestimmung von Menschen mit Beeinträchtigungen entwickelt.

Publikationen

Sexualaufkärung in Europa und Zentralasien

Im Mai 2017 veranstaltete die BZgA in Berlin eine internationalen Konferenz „Sexuality Education: Lessons Learned and Future Developments in the WHO European Region“. Mehr als 180 Expertinnen und Experten im Bereich der sexuellen und reproduktiven Gesundheit und Sexualaufklärung aus über 30 Ländern der WHO Region Europa trafen sich zu einem intensiven Austausch über Entwicklungen und Stand der Sexualaufklärung in der europäischen WHO-Region während des letzten Jahrzehnts.

Publikation

Sonderauswertung der Studie „frauen leben 3": Länderbericht Berlin

Der Länderbericht „Familienplanung in Berlin“ beruht auf einer Sonderauswertung der Studie „frauen leben 3 - Familienplanung im Lebenslauf von Frauen - Schwerpunkt: Ungewollte Schwangerschaften. Untersucht wurden die Lebensformen, den Kinderwunsch und das Verhütungsverhalten bei 20- bis 44-jährigen Frauen. Zusätzlich wurden Angaben zu zurückliegenden ausgetragenen und abgebrochenen, gewollten und ungewollten Schwangerschaften erhoben. Auch für weitere Bundesländer wurden länderspezifische Auswertungen vorgelegt.

Publikation

Sexualität von Studierenden im Internetzeitalter

Das Sexual- und Beziehungsverhalten von jungen, akademisch gebildeten Frauen und Männern steht im Mittelpunkt der aktuellen Studie. Im Auftrag der BZgA untersuchte das Institut für Sexualforschung und Forensische Psychiatrie des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf das reproduktive Verhalten sowie die Auswirkungen der "neuen Medien" auf die sexuelle Sozialisation von jungen, hochgebildeten Erwachsenen. Die Studienergebnisse sind in der Reihe "Forschung und Praxis der Sexualaufklärung und Familienplanung" erschienen.

Schwerpunktthema "frauen leben"

Studien

Lebensläufe und Familienplanung

Die Untersuchung der Ursachen und Entscheidungsprozesse, wie Frauen und Männer mit den Themen Verhütung, Partnerschaft, Kinderwunsch, Schwangerschaft und Kinderlosigkeit umgehen, ist seit mehr als 15 Jahren ein Forschungsschwerpunkt der BZgA. Unter dem Titeln "frauen leben" führt das Sozialwissenschaftliche FrauenForschungsInstitut in Freiburg (SoFFI F.) unter der Leitung von Prof. Dr. Cornelia Helfferich seit 1998 im Auftrag der BZgA Studien zu Lebensläufen und Familienplanung von Frauen und Männern durch. 

Im Juli 2011 startete das Forschungsprojekt frauen leben 3. Ziel ist es die Datenlage zum Familienplanungsverhalten von 20- bis 44-jährigen Frauen zu aktualisieren. Im Fokus der Untersuchung stehen ungewollte Schwangerschaften und die Gründe diese auszutragen oder abzubrechen. Neu an der Studie frauen leben 3 ist, dass sie auch ein stärkeres Augenmerk auf sozialstrukturelle und versorgungsbezogene Rahmenbedingungen für Entscheidungen im reproduktiven Lebenslauf richtet.

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18 % der weiblichen Bevölkerung in Deutschland haben einen Migrationshintergrund. Mehr als zwei Fünftel dieser Frauen sind zwischen 20 und 44 Jahre alt und somit in einem Alter, in dem Familienplanung und Familienbildung aktuell sind. Da es über diese sehr heterogene Gruppe bisher nur wenig nach Herkunftsgruppen differenziertes Grundlagenwissen zu Familienbildung, Verhütung und Schwangerschaftsabbrüchen gibt, gab die BZgA die Studie "frauen leben - Familienplanung und Migration im Lebenslauf" in Auftrag.

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Wie gestalten und bewerten Frauen ihr Leben heute, und welche Rolle spielt Familienplanung in ihrem Lebenslauf? Diesen Fragen geht die vorliegende Untersuchung zu reproduktiven Lebensgeschichten von Frauen nach. Mehr als 1.400 Frauen zwischen 20 und 44 Jahren wurden zwischen 1998 und 1999 befragt.

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Berufstätigkeit und Kinderwunsch, Verhütung und Familienplanung, Vereinbarkeitsprobleme und Geburtenaufschub – alles Frauenthemen? Zumindest in der öffentlichen Diskussion und auch in der Forschung sieht es immer noch ganz danach aus. "männer leben" ist eine der bisher eher seltenen Studien, die die Rolle von Männern bei Fragen der Familienplanung und -gründung untersucht. 1.500 Männer zwischen 25 und 54 Jahren wurden befragt.

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Sonderauswertungen

Länderberichte: frauen leben 3 - Familienplanung im Lebenslauf von Frauen

Die Länderberichte beruhen auf einer Sonderauswertung der Studie „frauen leben 3 – Familienplanung im Lebenslauf von Frauen“. Das Sozialwissenschaftliche Frauen ForschungsInstitut Freiburg (SoFFI F.) untersuchte in dieser Studie die Lebensformen, den Kinderwunsch und das Verhütungsverhalten und wertete Angaben zu zurückliegenden ausgetragenen und abgebrochenen, gewollten und ungewollten Schwangerschaften bei 20- bis 44-jährigen Frauen aus. Von 2011 bis 2016 wurden im Auftrag der BZgA für gesundheitliche Aufklärung 20- bis 44-jährige Frauen in sieben Bundesländern befragt. Die Befragung wurde 2017/2018 auf weitere fünf Bundesländer ausgeweitet.

Aktuelle Projekte und Publikationen

Forschungsergebnisse

Jugendsexualität

Sie sind sexuell aktiv und verhüten gut. Das kennzeichnet die heutigen Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Kulturelle Unterschiede finden sich je nach Herkunft. Dies zeigen die aktuellen Ergebnisse der BZgA-Studie "Jugendsexualität 2015". Insgesamt wurden 5.750 Jugendliche im Alter von 14 bis 17 Jahren sowie deren Eltern und junge Erwachsene im Alter von 18 bis 25 Jahren befragt. Die Schwerpunktthemen der Untersuchung waren Aufklärung in Schule und Elternhaus, erste sexuelle Erfahrungen und Verhütungskenntnisse sowie -verhalten.

Projekt: Teenagerschwangerschaft

Ungeplant schwanger – wie geht es weiter?

Die Zahl der Teenagerschwangerschaften ist in den letzten Jahren kontinuierlich rückläufig und im internationalen Vergleich sehr niedrig. Für die einzelne Jugendliche führt eine Schwangerschaft jedoch meist zu schweren Konflikten. Um die jungen Menschen bei der Bewältigung ihrer Probleme zu unterstützen, fördert die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) die Aufnahme des Themas "Unerwartete Schwangerschaft" in die ärztlichen Präventionsveranstaltungen an Schulen.